Chiang Mai, Thailand: Die „Rose des Nordens“

Chiang Mai

Inklusive fünf Reisetipps, wie man die Stadt nachhaltig entdeckt

Seit vielen Jahren schon ist Thailand mit seinen weißen Sandstränden und tropischen Temperaturen ein beliebtes Reiseziel. Im letzten Jahr verzeichnete Bangkok 20 Millionen Besucher und ist somit gar die meist besuchte Stadt der Welt. Viele zieht es nach ein paar Tagen in der pulsierenden Stadt auf eine der zahlreichen Inseln im Süden. Viel weniger bereisen den Norden des Landes. Dabei hat dieser unglaublich viel zu bieten: von atemberaubenden Berglandschaften, die von tropischen Dschungel umgeben sind bis hin zur vielfältigen, nordthailändischen Küche und den freundlichen Menschen hier, die stets zu lächeln scheinen.

Chiang Mai – entspannte Stadt im Norden

Vier ganze Monate hatte ich die wunderbare Möglichkeit, den Norden Thailands besser kennenzulernen und zu bereisen. Im Zuge meines Studiums zog es mich für ein Praxissemester in die Nähe von Chiang Mai – die größte Stadt im Norden und zugleich zweitgrößte Stadt des Landes. Dabei geht es hier im Vergleich zur größten Stadt des Landes – Bangkok – wesentlich entspannter zu, vor allem verkehrstechnisch. Verbringt man in Bangkok gerne mal viel Zeit damit, im Stau zu stehen, kann man die Altstadt von Chiang Mai wunderbar zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. Es macht viel Spaß, sich den ganzen Tag lang durch eine der zahlreichen „Sois“ (kleine Straßengassen) treiben zu lassen. Oder man setzt sich in eines der Elektro-Tuk-Tuks (zu erkennen unter der grünen Aufschrift „E-Taxi“) und unterstützt so die grüne Mobilität in der Stadt.

Tipp 1: Einen der mehr als hundert Tempel der Stadt besuchen.

Ein Tempelbesuch sollte man sich nicht entgehen lassen, z.B. beim Wat Phra Singh

In Chiang Mai gibt es jede Menge buddhistischer Tempel, weshalb eine Tempelbesichtigung zu keinem Besuch fehlen sollte. Neben dem ältesten Tempel der Stadt aus dem 7. Jahrhundert („Wat Chiang Man“) ist ein Besuch der Tempelanlage „Wat Phra Singh“ zu empfehlen. Auch der „Wat Chedi Luang“ gehört zu einem der schönsten Tempeln in der Altstadt. Etwas außerhalb der Stadt befindet sich außerdem der „Wat Phra That Doi Suthep“, von diesem hat man vor allem in den Abendstunden eine großartige Aussicht über die ganze Stadt und die bergige Umgebung.

Faszinierende Berglandschaften und sattes Dschungelgrün

Chiang Mai wird wegen seiner atemberaubenden Landschaft auch „Rose des Nordens“ genannt. Durchzogen von tropischen Dschungelregionen und grün leuchtenden Reisfeldern, zieht es deshalb viele Reisende, die hierher kommen, hinaus in die Natur. Dabei hat man die Qual der Wahl zwischen unzähligen Anbietern. Man kann die Umgebung aber auch sehr gut auf eigene Faust erkunden.

Tipp 2: Die „Bua Tong Waterfalls“ in der Nähe von Chiang Mai erklettern.

Die Bua Thong Waterfalls kann man erklettern

So zum Beispiel lohnt ein Tagesausflug zu den „Bua Tong Waterfalls“ (auch „Sticky Waterfalls“ genannt). Diese befinden sich circa eine Stunde von Chiang Mai entfernt. Schon allein die Fahrt dorthin – sie führt durch schönste Berglandschaft – ist mehr als lohnenswert. Angekommen merkt man schnell, was es mit dem Namen auf sich hat. Die Wasserfälle sind aufgrund des Kalkgehalts so „sticky“, dass man sie ganz einfach erklettern kann. Ein ganz besonderes Erlebnis.

Die Berglandschaft auf dem Pferderücken entdecken

Zu empfehlen ist auch ein eintägiger Reitausflug organisiert von der Thai Horse Farm. Hier reitet man auf Himalaya-Bergpferden durch die tropische Dschungelregion. Die Pferde zeichnen sich durch ihr freundliches Gemüt und ihre hohe Trittsicherheit aus, weshalb sich die Tour auch explizit an Nichtreiter richtet. Ganz besonders ist hier auch das Mittagessen, welches die Gäste auf eine kulinarische Reise einlädt. Statt in Pfannen und Töpfen, wird das Essen nach traditioneller Art in Bambus gekocht und Blättern serviert.

Durch den Dschungel reiten

Tipp 3: Ein Ausritt mit Himalaya-Bergpferden. Auch super für Nichtreiter geeignet.

Die nordthailändische Küche probieren und erlernen

Apropos Essen. Auf gar keinen Fall entgehen lassen sollte man sich die typisch nordthailändische Suppe „Khao Soi“. Diese kann man auf einem Marktbesuch (zum Beispiel samstags bei der „Wua Lay Walking Street“ oder sonntags bei der „Thapae Gate Walking Street“) oder in einem der unzähligen Restaurants in der Stadt probieren. Übrigens gibt es in der Stadt eine Vielzahl guter vegetarischer Restaurants. Diese bieten mitunter auch Kochkurse an (wie zum Beispiel das „Morning glory restaurant“), bei denen man die Zubereitung der Suppe gleich selbst erlernen kann.

nach dem Kochkurs

Tipp 4: Einen Kochkurs machen. Zum Beispiel bei der „Asia Scenic Cooking School“ oder im „Morning Glory Restaurant“.

Schön ist auch der Kochkurs der „Asia Scenic Cooking School“. Dieser wird auf der Farm nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt angeboten. Neben einem Marktbesuch am Morgen, lernt man hier allerlei Gewürze und Zutaten der nordthailändischen Küche im schuleigenen Garten kennen. Anschließend kocht man bis zu sieben Gerichte, darunter auch die berühmte Khao Soi.

Kochkurs bei der Asia Scenice Cooking School

Den Abend entspannt bei Massage oder Yoga ausklingen lassen

Am Abend findet man Entspannung in einem der Yogastudios der Stadt (zum Beispiel bei „Freedom Yoga“ oder „Hidden House“). Alternativ (oder nach der Yogastunde) lohnt ein Besuch eines Massagestudios. Das familiengeführte Studio „Green Bamboo Massage“ bietet verschiedenste Massage- und Wohlfühlanwendungen. Dabei verwendet das zertifizierte Personal hausgemachte Bio-Produkte.

Tipp 5: Einen Yogakurs besuchen und anschließend bei einer Thai Massage entspannen.

Freedom Yoga

Photocredits: Lisa Klakow

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