Die Bienen und wir

Bienen und wir

Am 20. Mai 2018 fand der erste Weltbienentag der Vereinten Nationen statt. Dieser sollte auf die Rolle der Bienen in unserem Ökosystem und der Wichtigkeit der Blütenbestäubung aufmerksam machen. Außerdem soll mit ihm das Bienensterben angemahnt werden, dessen Ursache wissenschaftlich noch immer nicht ganz geklärt ist. Doch Fakt ist, dass immer mehr Bienenarten vom Aussterben bedroht sind.

In diesem Beitrag möchten wir uns diesem so aktuellen und wichtigem Thema widmen und euch Tipps mit auf den Weg geben, wie ihr selbst aktiv werden könnt und dem Bienensterben entgegensteuern könnt.

Bienen sind verantwortlich für ein Drittel unserer Lebensmittel

Und das betrifft uns alle, denn die Bienen sind nicht nur Produzenten vom leckeren Honig, welches wir uns morgens auf das Brot schmieren. Durch die Blütenbestäubung sind sie für weitaus mehr Lebensmittel verantwortlich als man denkt. Nicht nur Obst wie Äpfel, Erdbeeren und Kirschen und Gemüse wie Zucchini und Gurke, selbst Gummibärchen und Kaffee gäbe es ohne die Bienen nicht mehr. Sie sind für uns Menschen mittlerweile das drittwichtigste Nutztier, nach dem Rind und dem Schwein. Nicht auszudenken, was passieren würde, gäbe es sie plötzlich nicht mehr.

Gründe für das Bienensterben

Nicht ganz wissenschaftlich geklärt ist, wie es zu dem Bienensterben kommt. Als eine Ursache wird die konventionelle Landwirtschaft genannt, die mit ihren Monokulturen zum einen und dem Einsatz von Pestiziden zum anderen, die Bienen anfälliger für Krankheiten machen. Denn wie wir Menschen brauchen Bienen eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung, um gesund zu sein und widerstandsfähig gegenüber Krankheiten zu sein. Der Einsatz von Pestiziden hingegen beeinträchtigt ihre Lebensdauer, da es das Nervensystem der Bienen negativ beeinflusst.

Auch der Klimawandel wird als einer der Gründe gesehen, weshalb es jedes Jahr weniger Bienen gibt. Vorgezogene Blütezeiten, wärmere und längere Winter sowie unvorhersehbare Temperaturänderungen sind für die Bienen sehr kräfteraubend und machen sie anfälliger für Infektionen. Dabei ist es vor allem der Befall der Varroamilbe, die für die Bienen gefährlich wird. Sie kann ganze Bienenvölker befallen und sie massiv schwächen oder gar auslöschen. Die Varroamilbe wird mittlerweile als Hauptursache für das Bienensterben verantwortlich gemacht. Sie zu bekämpfen ist eine der größten Herausforderungen der Wissenschaft.

Einen bienenfreundlichen Garten oder Balkon pflanzen

Doch auch man selbst kann aktiv werden und dem Bienensterben entgegen wirken. Zum Beispiel indem man einen bienenfreundlichen Garten (oder Balkon) pflanzt. Während die Honigbiene relativ unspezialisiert ist, sind Wildbienen anspruchsvoller und bestäuben nur ausgewählte Pflanzen. Zu den bienenfreundlichen Blumen gehören zum Beispiel Sonnenblumen, Lavendel und Glockenblumen aber auch Kräuter wie Salbei, Thymian und Rosmarin. Eine ausführliche Auflistung mit über 100 bienenfreundlichen Pflanzen für Garten und Balkon findest du hier.

Einen bienenfreundlichen Garten pflanzen z.B. mit Lavender

Übernehme eine Bienenpatenschaft

Wenn man keinen Balkon oder Garten hat, kann man auch für wenig Geld eine Bienenpatenschaft übernehmen. Mittlerweile finden sich einige Anbieter von Bienenpatenschaften, die man ebenfalls verschenken kann. Mit der Patenschaft unterstützt man aktiv den Bienenschutz und bekommt in der Regel mindestens ein Glas Honig seines ganz eigenen Bienenvolks zugeschickt. Informiere dich, ob es Anbieter in deiner Nähe gibt und werde selbst Bienenpate. Oder verschenke eine Patenschaft – das ist eine tolle und bedeutungsvolle Geschenkidee, wie wir finden.

Unterstütze eine nachhaltige Landwirtschaft

Schließlich unterstützt du ganz automatisch mit dem Kauf von bio-zertifizierten Produkten eine nachhaltige Landwirtschaft, bei der keine Pestizide eingesetzt werden. Das tut dann nicht nur dir und deiner Gesundheit gut, sondern auch langfristig den Bienen.

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