Blog I Good Travel

gute Reise-News

Schluss mit Pessimismus: gute Reise-News aus 2025

Ob im Fernsehen, in der Zeitung oder auf dem Bildschirm: Krisen, Krieg, Skandale und Katastrophen prägen unsere Medienlandschaft. Bei vielen löst das Angst, Überforderung oder gar depressive Verstimmungen aus. Um sich vor der Flut an Negativem zu schützen, kehren inzwischen immer mehr Menschen den klassischen Nachrichtenformaten den Rücken. Ein Teufelskreis, denn wer schlecht informiert ist, beteiligt sich oft auch weniger an demokratischen Prozessen – und fühlt sich der Gesellschaft daraufhin noch weniger verbunden. In einem Meer aus schlechten Nachrichten kann ein kleines Licht Großes bewirken. Deshalb haben wir von Good Travel uns auf die Suche gemacht – und präsentieren euch sieben Reise-News, die das Jahr 2025 in ein positives Licht rücken.

1. Kanaren: La Palma hat eine neue Strategie für nachhaltigen Tourismus

Die Insel La Palma hat mit der Umsetzung einer neuen Tourismusstrategie begonnen, um nachhaltige, hochwertige Erlebnisse statt Massentourismus zu fördern. Der Strategiefokus auf Natur, Kultur und authentische Erfahrungen verspricht eine ideale Entwicklung für Urlauber:innen, die Entspannung suchen und denen Umwelt- und Kulturschutz am Herzen liegt. Kooperationen zwischen Gemeinden, lokalen Anbietern und dem Privatsektor sollen Arbeitsplätze sichern und damit den wirtschaftlichen Nutzen des Tourismus für die lokale Bevölkerung fördern.

Mehr Infos

2. Pariser Métro schafft Papiertickets für mehr Umweltschutz ab

Die Pariser Métro hat am 5. November 2025 den Verkauf von Papierfahrkarten eingestellt und beendet damit eine mehr als 125 Jahre alte Tradition. Stattdessen gibt es nur noch digitale Alternativen — etwa die wiederaufladbare Navigo Easy‑Karte sowie Smartphone Tickets. Wer noch Papiertickets besitzt, kann diese bis Mitte 2026 weiter nutzen oder kostenlos gegen ein digitales Ticket umtauschen.
Durch die Umstellung wird die Umwelt entlastet, denn bisher wurden jährlich rund 500 Mio. Tickets gedruckt, die kurz darauf im Müll landeten.

Mehr Infos

Metro-Paris

3. Italien: mehr blaue Flaggen als je zuvor

2025 erreichte Italien einen neuen Rekord bei der Anzahl der mit der Blauen Flagge ausgezeichneten Strände: Insgesamt 487 Küstenabschnitte dürfen dieses Jahr das renommierte Gütesiegel tragen. Urlaubende und Natur profitieren gleichermaßen von sicheren, sauberen und umweltbewusst gepflegten Stränden mit hoher Wasserqualität, gutem Abfallmanagement und nachhaltiger Infrastruktur.
Besonders viele blaue Flaggen wehten in Ligurien, Apulien und Kalabrien. Das Gütesiegel wird jedes Jahr neu vergeben.

Mehr Infos

blaue Flagge

4. Balearen: neue Initiativen für nachhaltigeren Tourismus

Auch 2025 treiben die Balearen mehrere neue Initiativen voran, um den Tourismus nachhaltiger zu gestalten. Dazu gehören strengere Regeln für Wasser- und Energieverbrauch in Hotels sowie Förderprogramme für Betriebe, die auf erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft setzen. Gleichzeitig investieren die Inseln in Projekte zum Schutz ihrer Strände und Meeresökosysteme, etwa durch begrenzte Besucherzahlen in sensiblen Naturgebieten. Diese Maßnahmen sollen nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch den Gästen hochwertigere, authentischere Urlaubserlebnisse bieten.

Mehr Infos

5. Dänemark: Kopenhagen belohnt Gäste wieder für nachhaltigeres Reisen

2025 startete Kopenhagen mit der CopenPay‑Kampagne in die zweite Runde – und belohnte damit wieder jene, die sich beim Reisen umweltbewusst verhalten. Wer zum Beispiel mit dem Zug anreist, auf Fahrrad oder Öffis umsteigt, Müll aufsammelt oder längere Zeit bleibt, kann gratis Fahrräder oder Kajaks ausleihen und ermäßigten Eintritt für verschiedene Attraktionen erhalten. Damit will die Stadt nicht nur ihre Umwelt schützen, sondern den Gästen ein authentischeres, nachhaltiges Erlebnis ermöglichen – weg vom Massentourismus, hin zu bewussten, grünen Reisen. Je geringer der ökologische Reisefußabdruck, desto größer die Belohnung.

Mehr Infos 

Mit dem Fahrrad durch Kopenhagen

6. Studie: Musik hilft gegen Reiseübelkeit

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Musik die Symptome von Reiseübelkeit deutlich reduzieren kann. Besonders gut klappt das mit fröhlicher Musik: sie reduzierte die Übelkeit bei Betroffenen um fast 60 Prozent. Sanfte Musik wirkte ebenfalls sehr gut mit knapp 57 Prozent Linderung. Traurige Musik verschlimmerte die Beschwerden hingegen zum Teil. Untersucht wurde dies in einem Fahrsimulator, in dem Personen mit bekannter Reiseübelkeit verschiedenen Musikrichtungen ausgesetzt wurden, um die Wirkung auf Übelkeit und Schwindel zu messen. Die Forschenden erklären, dass Musik Spannungen abbauen und das Belohnungssystem des Gehirns aktivieren kann.

Weitere Infos

7. Klimalink hilft beim Tracking von Tourismus-Emissionen

Die neue Plattform KlimaLink ermöglicht, die CO Emissionen von Reisen – etwa Flug und Hotel – einheitlich und transparent zu berechnen. Seit diesem Jahr können Reiseanbieter die Emissionswerte automatisch und in Echtzeit in ihre Buchungssysteme integrieren. So sehen Kund:innen bereits beim Buchen, wie klimaschädlich ihre Reise ist. Damit schafft KlimaLink eine belastbare Grundlage für klimabewusste Entscheidungen bei Reisen und fördert einen transparenteren, nachhaltigeren Tourismus. Wir haben mit Geschäftsführerin Saskia Sánchez Buitrago gesprochen.

Mehr dazu

Geschäfstführerin Saskia Sanchez

Ihr seht: zwischen Negativnachrichten gibt es auch positive Reisenews, die uns optimistisch stimmen dürfen. Und wie sehen die Aussichten für 2026 aus? Prognosen zufolge zieht sich Nachhaltigkeit auch im nächsten Jahr wie ein roter Faden durch die Reisebranche. Sie ist längst kein Marketingtrend mehr, sondern notwendiger Standard. Immer mehr Reisende möchten wissen, wie groß ihr ökologischer Fußabdruck ist, und treffen bewusste Entscheidungen für langsameres, sinnvolleres, achtsameres Reisen.

In diesem Sinne wünschen wir euch einen positiven Jahreswechsel!

Fotos: Pexels / Kseniachernaya, leeloothefirst, Anchukk, Federi, Saskia Sanchez

Ina ist digitale Nomadin und reist zu Wasser und zu Lande durch Europa. Dabei hält die Journalistin stets Ausschau nach besonderen Orten für Good Travel, philosophiert in ihrer Kolumne über das Reisen, fotografiert, musiziert und schreibt Artikel zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen aller Art.

KOMMENTAR

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert