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Green Christmas – nachhaltig durch die Feiertage

Weihnachten. Die Zeit der Lichter, Plätzchen und Geschenke. Schön, gemütlich, festlich, aber leider auch oft ziemlich ressourcenintensiv. Wenn ihr euch zwischen Braten, Glühwein und Wunschzetteln ein bisschen umweltbewusster bewegen wollt, müsst ihr nicht gleich auf alles verzichten. Mit ein paar einfachen Ideen wird das Fest nicht nur fröhlicher, sondern auch grüner, auch ohne, dass dabei der Spaß verloren geht.

Essen: Weniger ist mehr – und trotzdem festlich

Gutes Essen gehört zu Weihnachten wie Kerzenschein und Weihnachtslieder. Es muss aber nicht gleich ein XXL-Buffet sein, um festlich zu wirken. Mini-Menüs mit zwei oder drei sorgfältig ausgewählten Gängen sind nicht nur überschaubarer, sie schmecken oft auch intensiver, weil die Qualität im Vordergrund steht. Und wenn ihr die Zutaten regional und saisonal auswählt, unterstützt ihr lokale Produzent:innen und spart Transportwege.

Ein paar vegetarische und vegane Optionen wie ein Nuss- oder Linsenbraten lassen sich übrigens genauso festlich anrichten und schonen nebenbei das Klima. Und wenn ihr übrig gebliebenes Gemüse, Soße oder Backwaren in den anschließenden Tagen geschickt verarbeitet, sorgt ihr dafür, dass weniger Lebensmittel im Müll landen.

Selbst kleine Extras wie selbst gezogene Winterkräuter auf dem Fensterbrett oder ein selbstgemachtes Gewürzsalz sorgen für Aroma und Regionalität zugleich – perfekt zum Verschenken oder für den eigenen Gebrauch am Weihnachtstisch.

Geschenke: Persönlich, kreativ, sinnvoll

Schenken soll Freude machen und das geht auch ohne übermäßigen Konsum. Wenn ihr euch auf Erlebnisse statt Dinge konzentriert, schenkt ihr Erinnerungen, die länger bleiben als das 20. Paar Socken. Ein Kochkurs, ein Konzertticket oder ein gemeinsamer Ausflug schafft Momente, an die ihr euch noch lange erinnert. Selbstgemachte Gutscheine für einen gemeinsamen Winterspaziergang, ein gemütliches Abendessen oder einen nachhaltigen Workshop sind ebenso eine wundervolle Idee. Auch gemeinschaftliche Geschenke haben einen guten Ansatz: Statt vieler kleiner Präsente legt ihr zusammen, um etwas Größeres zu ermöglichen.

Und auch beim Geschenke verpacken könnt ihr nachhaltig vorgehen: Alte Kalender, Zeitungen oder Magazine lassen sich zum Beispiel in stilvolles Geschenkpapier verwandeln. Oder ihr probiert Furoshiki aus: In Japan wird diese Methode, bei der Gegenstände in Tüchern verpackt werden, seit Langem verwendet. Ihr könnt euch diese Technik für eure Weihnachtsgeschenke zunutze machen und dafür entweder alte Stoffreste verwerten oder (neue) Geschirrt- oder Badetücher, die dann auch Teil des Geschenkes sein können.

Wenn ihr doch etwas Physisches schenken wollt und ein paar ganz konkrete Ideen braucht, seht euch gerne unsere Good Travel Geschenke-Ideen an.

Stoffverpackung

Reisen zu Weihnachten: Langsam lautet die Devise

Die Festtage sind oft mit Reisen verbunden, entweder zur Familie, die in einem anderen (Bundes)Land lebt oder in den anschließenden Winterurlaub – ein Punkt, der schnell klimaschädlich werden kann. Wenn ihr dafür den Zug nehmt oder Mitfahrgelegenheiten nutzt, reist ihr nicht nur entspannter, sondern auch deutlich umweltfreundlicher.

Und es muss auch nicht immer die direkte Route sein: Ein bewusst eingelegter Zwischenstopp kann den Weg zum Erlebnis machen, etwa der Besuch eines regionalen Weihnachtsmarktes auf halbem Weg.

Statt überfüllter Touristenziele oder großen Skigebieten für euren Weihnachtsurlaub bieten sich auch Winterwanderungen zu weniger bekannten Orten an: frische Luft, Ruhe und die Schönheit der Natur machen die Feiertage besonders erholsam – und grüner.

Aktivitäten: Festlicher Spaß ohne großen Fußabdruck

Kreative DIY-Projekte bringen Kinder und Erwachsene an Weihnachten zusammen, reduzieren Müll und sorgen für festliche Stimmung. Ob es nun das Basteln von Dekoration aus Tannenzapfen, getrockneten Orangenscheiben oder Zweigen ist – gemeinsam macht es Spaß und die Wohnung sieht trotzdem festlich aus.

Auch ein nachhaltiger Adventskalender für Erwachsene kann Freude bereiten: Jeden Tag eine kleine Aufgabe oder ein Mini-Erlebnis, das bewusst konsumfrei ist, sorgt für Aha-Momente im Alltag. Wenn ihr gerne Filme schaut, könnt ihr dieses Jahr vielleicht regionale Produktionen entdecken und so Weihnachten kulturell bereichern, statt euch auf globale Streaming-Hits zu verlassen.

Selbst beim Plätzchenbacken lässt sich kreativ mit regionalen Zutaten arbeiten: Haselnüsse aus heimischem Anbau, Mehl von der lokalen Mühle, regionale Butter oder sogar Honig vom Imker ums Eck geben euren Keks-Klassikern nicht nur ein besonders aromatisches Profil, sondern reduzieren auch die langen Transportwege der typischen Standardzutaten. Wenn ihr Lust habt zu experimentieren, könnt ihr zudem alte Familienrezepte mit saisonalen Alternativen aufpeppen: Orangen durch getrocknete Apfelringe ersetzen oder einen Teil des Zuckers mit regionalem Birnendicksaft austauschen.

Plätzchen backen

Habt ihr noch Ideen oder vielleicht schon feste Routinen, mit denen ihr euer Weihnachtsfest ein bisschen grüner macht?

Fotos: unsplash / Markus Spiske, Pexels / Anastasia Shuraeva, Jeshoots

Nadine ist freiberufliche Redakteurin und Texterin. Sie lebt in Österreich und pendelt zwischen Salzburg und Wien. Sie ist somit entweder in den Bergen oder im Großstadtdschungel unterwegs, versucht aber gleichzeitig, so viel Zeit wie möglich in ihrem Herzensland Portugal zu verbringen.

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