Hinter den Kulissen: Seehof, Salzburger Land, Österreich

See am Seehof

Hurra, wir haben das Zimmer mit der freistehenden Badewanne! Meine Kinder sind begeistert. Denn natürlich haben wir uns schon ein bisschen über das Hotel informiert, wo wir mit der Familie zur Feier eines 70. Geburtstag ein paar Tage verbringen möchten. Und dabei fanden sie das Foto von der Badewanne auf einem kleinen Podest mitten im Zimmer besonders lustig.

Ein runder Geburtstag

Davor sind wir von München aus mit dem Auto Richtung Österreich gefahren. Ein Parkplatz findet sich direkt neben dem Hotel und gleich davor liegt der See, im Winter bunt bevölkert von Schlittschuhläufern und im warmen Sommer bietet er die erfrischende Abkühlung. Große Aufregung bei meinem Söhnchen, der nur noch an den See mag. Aber erst heißt es einchecken und die Sachen aufs Zimmer bringen.

Eintreten in den Seehof ist es wie Eintauchen in eine andere Welt

Beim Hereinkommen in den Seehof ist es wie Eintauchen in eine andere Welt. Wir betreten den heimeligen, dunklen Flur eines altehrwürdigen Bauernhauses. Gleich hier führt auch die passende Holztreppe hinauf in die oberen Stockwerke. Ehrlich gesagt, mit Gepäck waren wir auch über den nachträglich eingebauten Lift sehr froh, allerdings gibt es im Seehof beim Treppensteigen eine Menge interessanter Bilder und Objekte zu betrachten!

Die freistehende Badewanne im Seehof
Der Aufgang zu den Zimmern

Vom anderen Ende des Flures leuchtet uns helleres Licht entgegen und neugierig treten wir in die Lounge. Ein warm beleuchteter Raum mit einem brennenden Feuer im Kamin erwartet uns. Und obwohl ich mich etwas beklommen fühle, dass wir hier noch mit unseren Reiseklamotten die Ruhe stören könnten, stören wir anscheinend gar keinen, denn von den Anwesenden lässt sich einfach keiner auch nur im Mindesten in seiner Ruhe stören. Nur freundliche Gesichter und entspannte Mienen weit und breit.

Das war unser erster Eindruck und genau so ging es auch den gesamten Aufenthalt lang weiter.

Familiär und heimelig ist es hier

Die Kusinchen beziehen eine kleine Familiensuite direkt über den Flur gegenüber unserem Zimmer. Dort gibt es einen Elternschlafraum und ein Kinderzimmer, wo die Kleinen nun jeden Morgen gemeinsam spielen, während wir Älteren noch eine Runde weiterschlafen bis es Frühstück gibt.

Das ist auch gut so, denn die Kinder gehen abends nach dem Essen und einem langen Tag an der frischen Luft recht frühzeitig ins Bett. Wir Erwachsenen dagegen bleiben jeden Abend noch lange in der Bauernstube an unserem großen Familientisch sitzen, wo wir auch zu elft gemütlich Platz haben, und genießen die vielen Gänge des abendlichen Menüs und die vielen Gläser – vom perlenden Aperitif über die wechselnde Weinabfolge von Gang zu Gang, bis zu den kleinen „Digestives“, für die wir später dann in die Lounge zur Bar umziehen (an dieser Stelle noch einmal einen ganz herzlichen Dank an Florian für die super Beratung!). Bei mehreren kleinen fein gefüllten Gläschen ergaben sich hier zwischen uns und mit anderen Gästen sehr animierte Gesprächsrunden, an denen sich zu fortgeschrittener Stunde auch der Herr hinter der Bar mit seinem Fachwissen beteiligte.

Hier fühlen sich Fremde wie Freunde

Sowieso fiel uns auf: in diesem Hotel sind die Grenzen schwimmend. Vielleicht weil es so dicht am Wasser liegt? Der Seehof und seine Einrichtung, der gehobene Stil und der perfekte Service hätten mir nämlich durchaus Ehrfurcht einflößen können, wenn es nicht gleichzeitig so unendlich freundlich und familiär zugegangen wäre dort. Liegt es an unserer Feierstimmung oder doch einfach an der Atmosphäre im Hotel, dass uns jeder andere Gast, jeder der Angestellten gleich wie Freunde vorkommen? Wie auch immer, es ist ein Gefühl von völlig entspanntem Beisammensein hier im Seehof zwischen Menschen ganz unterschiedlicher Altersstufen. So als wären wir alle nicht Fremde, die zum ersten Mal dort waren, sondern schon lang bekannte Stammgäste. Was übrigens viele der anderen Anwesenden längst sind.

So sitzen wir alle gemütlich vor dem Kamin, irgendjemand legt immer wieder im passenden Moment ein neues Holzscheit auf und schürt ein wenig in der Glut herum. Zu den Füßen liegen distinguierte Hunde und die Seehofer Hausmöpse machen es sich durchaus auch mal auf den Lounge Sofas bequem. Kein Mensch stört sich hier an solchen Manifestationen des absoluten Zuhauses Fühlens.

Der Hausmops gesellt sich zu uns

Kinder haben feine Antennen für die Atmosphäre

Doch das Erstaunlichste und wohl der beste Beweis für die Atmosphäre des Hauses waren unsere Kinder. Abends wurden sie in ihre Bettchen gebracht und sind dann dort völlig entspannt bei nur angelehnten Türen alleine eingeschlafen. Sie haben sich weder daran gestört, dass andere Gäste auf dem knarrenden Holzboden des Flures vorbei gegangen sind. Noch daran, dass wir anderen noch zwei Stockwerke tiefer beim Essen saßen. So sicher wie zuhause haben sie sich hier gefühlt.

Mit Kindern ist es ja in schicken Hotels manchmal nicht ganz so entspannt, wenn ihre lauten Stimmchen durch die gepflegte Lobby schallen, wo feine Menschen sich leise unterhaltend oder lesend sitzen. Ganz anders im Seehof. Die Kleinen haben ja meist sehr feine Sinne dafür, ob sie an einem Ort und bei den anwesenden Menschen willkommen sind und ganz frei sein dürfen. Je freier und zwangloser sie sie selbst sein dürfen, desto friedlicher und harmonischer fügen sie sich dann in die Gesellschaft ein. Das war hier der Fall.

Und so war der Aufenthalt mit immerhin drei recht kleinen und zwei etwas größeren Menschlein im gemeinschaftlichen Aufenthaltsraum und auch bei den Mahlzeiten von nichts als fröhlicher Feierlaune geprägt. Wenn sie sich am Kinderessen satt gegessen hatten, sind sie ins Spielzimmer hinunter- oder in die Zimmer hinaufgeflitzt und haben sich dort die Zeit vertrieben. So hatten wir Großen die Ruhe unsere vielen weiteren Gänge ausführlich zu genießen. Und obwohl wir alle öfters mal auswärts essen und auf gute Qualität achten, sind wir von der fantasiereichen Menüfolge im Seehof doch jeden Abend wieder aufs Neue und positiv überrascht worden.

Die Seehofküche ...
... tischt fantasiereich und vorzüglich auf

Der Abschied war schwer

Von hier wieder weg zu fahren war ganz und gar nicht einfach. Das nächste Mal kommen wir im Sommer, dann können wir mit dem Boot fahren und am seehofeigenen Steg baden… schon jetzt, kann ich es vor Sehnsucht kaum noch erwarten!

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Fotos: © Seehof

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