Mit dem Bus durch den Bregenzerwald

Vorarlberg ist das zweitkleinste Bundesland Österreichs und liegt ganz im Westen. Dennoch muss sich Vorarlberg nicht verstecken, denn hier erwarten einen wunderschöne Panoramaausblicke über die Alpen. Hier befindet sich auch die Region Bregenzerwald, die vor allem mit sanften Hügeln, romantischen Flusstälern und imposanten Gipfeln punkten kann.

Eine Wohltat für die Augen

Der Bregenzerwald ist nicht nur bei Skifahrern und Wanderern beliebt. Die Region hat sich in den letzten Jahren auch mit seiner stimmigen Architektur und dem innovativen Handwerk einen Namen gemacht. Nirgendwo sonst wird die Tradition so mutig mit der Moderne kombiniert. Entstanden sind so unterschiedlichste Bauten, die nicht nur stilvoll und ästhetisch sind, sondern gleichzeitig auch durchdacht.

 

Alte und moderne Architektur
Wanderung
Handwerk und Form

Auch viele Unterkünfte und Pensionen verstehen es Altes mit Neuem zu kombinieren. Dabei spielt Holz eine wesentliche Rolle. Zwei besonders inspirierende Beispiele findet man auf Good Travel. Das Hotel Bären und das Hotel Post Bezau haben den Werkstoff dabei ganz auf ihre eigene Weise verwendet.

„Buswartehäusle“: Das Alte ehren und das Neue begrüßen

Ein ganz besonderes Projekt ist das Projekt „BUS:STOP Krumbach“ in der 1000-Einwohner-Gemeinde Krumbach. Hier wurden 2014 die wohl ansehnlichsten und spannendsten Bushaltestellen Österreichs errichtet. Sie verbinden auf besonders schöne Weise die Alltagsmobilität mit Baukultur.

Die verwegene Idee entstand beim Stammtisch in Krumbach, als über die Erneuerung der Haltestellen diskutiert wurde. Ganz nach dem Motto des Bregenzerwälder Mundartdichters Gebhard Wölfe „Meor ehrod das Ault, und grüossd das Nü“, sollten sieben ausgewählte Architekten aus aller Welt in den Bregenzerwald eingeladen werden, um „Buswartehüsle“ zu entwerfen. Obwohl ihnen kein großes Honorar geboten werden konnte, sagten alle Architekten zu. Bezahlt wurde ihnen lediglich das Flugticket und ein einwöchiger Aufenthalt, um sich in Krumbach umsehen zu können.

Haltestelle Krumbach
Bushaltestelle Kressbad
Bushaltestelle Krumbach

Von Anfang an wurden alle Akteure mit in die Planung einbezogen

In Zusammenarbeit mit dem Architekturzentrum Wien und dem Vorarlberger Architektur Institut entstanden erste Entwürfe für die Bushaltestellen. Sobald ein „Buswartehüsle“ fertiggestellt wurde, wurde ein Richtfest mit den Anwohnern gefeiert. Überhaupt wurde die Bevölkerung, Gastwirte und Vereine vor Ort von Anfang an in die Planung mit einbezogen, sodass es seitens der Anwohner zu keinerlei Skepsis kam.

Mit dem Projekt „BUS:STOP Krumbach“ wurde ein Stück Architekturgeschichte geschrieben, welches man heute vor Ort erleben kann. Alle dreißig Minuten. Spätestens dann, wenn der gelbe Landbus an einer der Haltestellen hält. Und man mit ihm weiterfährt zum nächsten „Buswartehäusle“.

gestapelte Bushaltestelle

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