Locanda Mistral: Echte Berge, echte Küche, echtes Piemont
Die Valle Maira im piemontesischen Piemont gilt als eines der letzten unentdeckten Täler der Alpen – kein Massentourismus, keine Seilbahnen, dafür endlose Stille und eine Bergwelt, die noch ganz sich selbst gehört. Wer Urlaub in der Valle Maira plant, findet in Acceglio mit der Locanda Mistral eine Unterkunft, die Tradition, Natur und kulinarischen Genuss auf einzigartige Weise verbindet.
Geheimtipp Piemont: Urlaub in der Valle Maira
Im Good Travel Interview erzählt Manuela Zibana, wie sie gemeinsam mit ihrem Partner die okzitanische Küche der Region neu interpretiert, warum Nachhaltigkeit für sie mehr als ein Trend ist und was Gäste in der Valle Maira erwartet, die so noch kein Reiseführer beschrieben hat.
Welche Idee oder Philosophie steckt hinter eurem Konzept?
Uns war von Anfang an wichtig, dass die Locanda Mistral ein Haus wird, das zum Tal passt und in dem man sich willkommen fühlt. Familiär, ehrlich und ohne viel Schnickschnack, aber mit echtem Anspruch an Qualität. Wir möchten unseren Gästen die Valle Maira so zeigen, wie wir sie selbst lieben: ursprünglich, genussvoll und voller Geschichte.
Was macht eure Unterkunft heute einzigartig?
Unser Haus ist ein umgebautes Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert, das wir mit viel Sorgfalt und Respekt vor der okzitanischen Tradition renoviert haben. Manuela interpretiert die Küche dieser Region auf einem Niveau, das Gäste immer wieder überrascht und ich bin seit über zwanzig Jahren als Bergführer unterwegs. So entdecken Gäste Routen und Orte, die in keinem Führer stehen. Dazu kommt die Valle Maira selbst, eines der letzten wirklich unentdeckten Täler der Alpen: kein Massentourismus, keine Seilbahnen, kaum bekannt. Wer einmal hier war, versteht sofort, warum so viele wiederkommen.
Für wen ist eure Unterkunft besonders geeignet?
Für alle, die gerne aktiv in den Bergen unterwegs sind und abends trotzdem gut essen und ankommen wollen. Wir haben Gäste, die mit mir auf Skitour oder Kletterrouten gehen, genauso wie Paare, die einfach ein paar ruhige Tage suchen. Auch Familien fühlen sich bei uns wohl. Was unsere Gäste verbindet, ist die Freude an Natur, an gutem Essen und an einem Ort, der echt ist.
Was überrascht Gäste am häufigsten positiv?
Die Küche. Viele erwarten in einem Bergtal nicht, dass sie abends ein mehrgängiges Menü auf diesem Niveau bekommen. Und natürlich diese unglaubliche Stille. Wer das erste Mal in der Valle Maira ist, kann kaum glauben, wie wenig los ist und wie viel Raum man hier hat.
Welche Rolle spielt Essen bei euch im Gesamterlebnis?
Eine sehr wichtige! Manuela überarbeitet alte Rezepte der Region und interpretiert sie neu, um die Aromen des Tals zu unterstreichen. Nach einem Tag draußen zurückkommen, sich an den Tisch setzen und ein mehrgängiges Menü genießen, das saisonal, kreativ und mit viel Aufmerksamkeit gekocht ist, das gehört für uns einfach dazu. Unsere Küche ist eng mit der Region verbunden, aber nicht starr. Wir arbeiten mit dem, was hier wächst und was die Saison hergibt.
Arbeitet ihr mit regionalen Produkten?
Ja, wann immer es möglich ist. Wir beziehen unsere Zutaten aus der Umgebung und arbeiten mit Menschen, die hier verwurzelt sind. Das hat mit Qualität zu tun, aber nicht nur. Es geht auch darum, Teil dieses Tals zu sein und das, was hier entsteht, wertzuschätzen und weiterzugeben.
Was bedeutet Erholung für euch persönlich?
Das Gefühl, dass man nichts muss, aber alles kann. Manche Gäste wollen jeden Tag auf den Berg, andere verbringen den Nachmittag im Garten oder im Wellness-Bereich. Beides ist bei uns genau richtig.
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit bei euch?
Eine selbstverständliche. Wir arbeiten mit Produzenten und Partnerinnen aus der Region, verwenden natürliche und lokale Materialien und versuchen in allem, was wir tun, im Einklang mit diesem Tal zu wirtschaften. Das ist für uns keine Strategie, sondern die einzige Art, wie es für uns Sinn macht. Wir wollen diesen Ort nicht nur erhalten, sondern im Rahmen unserer Möglichkeiten auch etwas zurückgeben.
Was sollte man unbedingt erleben, wenn man nur kurz hier ist?
Mindestens eine Wanderung, sei es der Frassatiweg mit den Bergseen oder auch die Tour rund um die Rocca Provenzale. Abends unbedingt bei uns im Restaurant essen. Und sich morgens einmal die Zeit nehmen, einfach nur vor dem Haus zu stehen und zuzuhören. Dann versteht man sofort, warum wir hier sind.
Wie sollen sich eure Gäste fühlen, wenn sie wieder abreisen?
Erholt, inspiriert und ein bisschen geerdet. Im besten Fall nehmen sie nicht nur schöne Bilder mit nach Hause, sondern auch das Gefühl, einen Ort entdeckt zu haben, der sie berührt hat.
Wie würdet ihr das Erlebnis Locanda Mistral in einem Satz beschreiben?
Bei uns sind Tradition, Natur und Genuss sehr stark verbunden, und wir geben unser Bestes dass man sich wohl fühlt.
© Fotos: Locanda Mistral



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