Eine Liebeserklärung an die Provence
„Une Campagne en Provence“ liegt mitten in einer der schönsten Regionen Frankreichs zwischen Wiesen, Weinbergen, kleinen Quellen und Eichenwäldern. Der Hof aus dem 12. Jahrhundert ist eine Oase der Ruhe und Entspannung. Hektik, Lärm und Stress sind hier Fremdwörter.
Ein Ort zum Wohlfühlen
Seit fast 30 Jahren laden die Gastgeber Martina und Claude Fussler Gäste ein, eine besondere Auszeit inmitten der Natur zu erleben. Ihre Stammgäste beschreiben das Domizil als ruhig, authentisch und voller Genuss. Die persönliche Atmosphäre, das liebevolle Umsorgen und das köstliche Essen machen den Aufenthalt zu etwas Besonderem.
Die beiden Gastgeber sind früher selber viel gereist und haben in Großstädten wie Straßburg und Antwerpen gelebt, bis sie ihrer Sehnsucht nach mehr Ruhe und Natur nachgaben und sich auf die Suche nach einer neuen Heimat in Frankreich machten. Ursprünglich suchte Claude eine alte Wassermühle in der Bourgogne. Doch als Martina in Antibes ihren Französischkurs absolvierte und im November unter Platanen in der warmen Sonne saß, wusste sie: Hier ist der richtige Ort. Das Licht und die Gerüche haben sie verzaubert. Die Suche nach dem idealen Ort in der Provence dauerte dann zwar noch etwas, aber besser hätte sie es nicht treffen können.
Ein doppelter Neuanfang
Nach dem Umzug aus der Schweiz – mit ihrem neugeborenen Sohn auf dem Arm – folgten Jahre des behutsamen Umbaus und der Pflege des 190 Hektar großen Geländes. Claude, der beruflich im Bereich Ökologie tätig war, brachte wertvolles Wissen ein: neue Flächen wurden aufgeforstet und Lebensräume für Vögel und Schmetterlinge geschaffen. Im Winter werden durch den Regen die natürlichen Quellen vor Ort reaktiviert. Dann fließt sogar ein Bach durch das Gelände – ein echtes Geschenk für Mensch und Natur.
Gast Kiki sagt: “Besser hätte man es nicht treffen können! Eine authentische Mischung aus alt und modern – die Fußbodenheizung, ein Traum – alles hat einen umfassenden Wohlfühlcharakter. Alles ist liebevoll gestaltet, aber nie aufgesetzt, sondern immer natürlich und in die Provence passend.“
Die Innenräume sind mit viel Gespür für Materialien und Details gestaltet. Helle Naturtöne, alte Steinmauern und alte Holzbalken schaffen eine warme, authentische Atmosphäre. Jedes Zimmer hat seinen eigenen Charme und besonderen Charakter.
Savoir-vivre mit persönlicher Note
Besonders beliebt sind die gemeinsamen Abendessen, die ungezwungen und familiär sind. Wer tagsüber am großen Pool liegt, riecht bereits die Düfte, die aus der Küche durch die Gärten ziehen – ein Vorgeschmack auf den Abend. Die Abende werden durch einen Aperitif – oft ein leichter Weißwein aus der Region – und kleine Vorspeisen eingeleitet. Hier finden sich oft schon kleine Gruppen, die dann gemeinsam im lauschigen Innenhof an den Tischen Platz nehmen. Es gibt genug gemeinsame Themen, welche Ausflüge oder Sehenswürdigkeiten sich besonders lohnen. Und während die Erwachsenen den ganzen Abend plaudern, können die Kinder zusammen im Garten herumtoben – niemand muss hier am Tisch sitzen bleiben. Die warmen Abende im Sommer sind auch einfach zu schön, um ins Bett zu gehen.
Die Umgebung entdecken – oder einfach bleiben
Auch im Frühjahr gibt es hier viel zu erkunden und die Sonne scheint häufiger als zu Hause. Und wenn man im Frühnebel oder der noch tiefen Nachmittagssonne das eine oder andere Reh trifft, ist das besonders schön. Das Gelände lädt zum Verweilen ein, aber natürlich gibt es auch viel zu sehen. Die schönen Orte Bras, Cotignac (Wallfahrtskirche Notre-Dame de Grâces) oder St. Maximin St. Baume mit Besuch der Basilika bieten noch ursprüngliches Provence-Flair. Die Geschäfte, Galerien und der Wochenmarkt in Aix-en-Provence sind schöne Ausflugsziele. Im Winter gibt es auf den Märkten Maronen, Pilze und getrocknete Lavendel als Erinnerung für zu Hause. Bevor der Frühling an die Tür klopft und alles überall wieder frisch blüht und duftet – Mandelbäume, Quitten, Thymian, Rosmarin und eine Vielzahl von Wildblumen wie der herrlich rote Mohn.
Ein weiterer besonderer Ort ist die Maria-Magdalena-Grotte, ein fast mystischer Wallfahrtsort inmitten von Eichen- und Pinienwäldern. Auf dem Weg dorthin findet man im Gebirge Plateaus mit Ausblicken bis in die Alpen und ans Meer. Ein echtes Highlight ist auch die Verdonschlucht (Gorges du Verdon) für Wanderungen, Wassersport und Bootstouren – auch hier am besten die Gastgeber nach ihren tollen Tipps fragen.
Die Strände der Côte d’Azur sind ebenfalls nur eine Stunde entfernt. Das hübsche Örtchen Cassis ist in der Nebensaison besonders schön. Am Hafen starten die Boote für die Ausflüge entlang der berühmten Calanques, kleine Buchten entlang der Küste, die nur vom Wasser aus zu erreichen sind. In Cassis gibt es zudem einen kleinen Stadtstrand und viele gute Fischrestaurants in den kleinen Gassen rund um den Hafen.
Aktivitäten zwischen Hügeln, Wäldern und bunten Feldern
Ob Waldbaden, Wandern oder Radfahren – ein Netz ruhiger Wege führt durch die malerische Landschaft. Für E-Bikes gibt es eine Solar-Ladestation, und auf Wunsch begleitet ein lokaler Führer kleine Gruppen beim Radeln oder Wandern. Damit die Touren passen, lohnt es sich, vorab Bedürfnisse und Wünsche mit den Gastgebern abzustimmen. Auch schöne Kanutouren werden in der Umgebung angeboten.
Perfekt für Workshops & Retreats
Bis zu 35 Erwachsene können hier, je nach Vorliebe, übernachten. Für Seminare, Workshops oder Retreats eine ideale Größe. In der Scheune ist genug Platz für jede Form der Kreativität. Gerade im Frühling und Herbst ist das Gelände ideal für konzentrierte Sessions – es ist noch nicht zu heiß und doch wärmt die Mittagssonne schon herrlich die Knochen. In den Pausen oder nach dem Kurs kann man sich die Beine vertreten und die natürlichen Quellen, den Bach oder die Tiere besuchen. Die Fußbodenheizung sorgt auch an kälteren Abenden für angenehme Stunden. Im Winter sind oft Gäste für längere Auszeiten vor Ort und genießen die Entschleunigung. Viele kommen auch zum Remote-Arbeiten her – auf Französisch übrigens „télétravail“ – da es dank Glasfaserkabel eine sehr stabile Verbindung zur Außenwelt gibt.
Die Gastgeber können auch eine deutschsprachige Yoga-Lehrerin organisieren oder für beinahe mystische Klangschalen-Massage in der alten Kapelle auf dem Gelände sorgen. Zudem gibt es zahlreiche Tiere auf dem Hof und eine Koppel mit Ponys. Eine erfahrene Reitlehrerin gibt wunderbare Kurse für Kinder und Erwachsene.
Gast Kiki sagt: „Wer einmal hier war, wird sicher wieder kommen. Dieser Ort ist zu jeder Jahreszeit etwas Besonderes. Beim Aufwachen in den Weinberg zu blicken und bei der Rückkehr von einem Ausflug in die zauberhafte Umgebung noch ein Reh im angrenzenden Wald verschwinden zu sehen, ist unbeschreiblich.“
À bientôt en Provence!
Viele Gäste kommen immer wieder gern zurück. Es sind diese liebevollen Details, das aufrichtige Interesse an den Gästen und der Wunsch, dass sich alle hier wirklich rundum wohlfühlen, die den Aufenthalt zu etwas Besonderem machen. Wie Martina damals unter den Platanen spürte, dass die Provence ihr Ort ist, spüren heute auch die Gäste am richtigen Ort angekommen zu sein und viele wahrscheinlich nicht zum letzten Mal.
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© Fotos: Une Campagne en Provence – Bertrand Rieger
Geraldine Voss
Geraldine arbeitet als freie Autorin für Good Travel und hat gerade eine Ausbildung zur Nachhaltigkeitsmanagerin absolviert. Nach zwanzig spannenden Jahren beim Film, widmet sie sich jetzt hauptberuflich ihren anderen Leidenschaften – Reisen, Essen und Design.



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