Naturbadestellen in Deutschland: Unsere Lieblingsplätze
Es gibt da diese Sommertage, an denen ein Sprung ins Wasser alles ist, was man braucht, oder? Deutschland steckt voller Orte, die genau das bieten. Von stillen Waldseen im Norden über versteckte Badebuchten im Osten bis hin zu türkisfarbenen Bergseen im Süden haben wir besonders schöne Naturbadestellen gesammelt, perfekt für einen Tagesausflug oder als Zwischenstopp auf eurer Reise durch Deutschland.
Stechlinsee, Brandenburg: glasklares Wasser im Naturpark
Der Stechlinsee im Norden Brandenburgs gilt als einer der klarsten Seen Deutschlands. Das Wasser schimmert blaugrün, die Sicht reicht vielerorts mehrere Meter tief. Der See ist mit rund 70 Metern außerdem der tiefste Brandenburgs. Rund um den See prägen Kiefernwälder und ruhige Wanderwege die Landschaft. Besonders schön ist die Naturbadestelle in Neuglobsow direkt am Ufer des Sees.
Vor Ort gibt es eine Liegewiese, einen kleinen Sandstrand, Spielmöglichkeiten für Kinder, Toiletten, Gastronomie und sogar einen Bootsverleih. Wenn ihr länger bleiben möchtet, findet ihr in der Umgebung viele nachhaltige Unterkünfte und Wanderwege durch den Naturpark Stechlin-Ruppiner Land.
TALSPERRE MALTER, Sachsen: Naturbaden südlich von Dresden
Nur eine gute halbe Stunde südlich von Dresden liegt die Talsperre Malter, ein klassischer, aber angenehm unaufgeregter Naturbadesee im Osterzgebirge. Eingebettet zwischen bewaldeten Hängen und kleinen Orten bietet euch der Stausee mehrere ausgewiesene Badestellen.
Das Wasser ist ruhig und klar genug für entspannte Sommertage, die Atmosphäre bleibt dabei deutlich natürlicher als in klassischen Freibädern. An den Badebereichen gibt es Liegewiesen, Stege und je nach Abschnitt auch kleine Kioske oder einfache Infrastruktur.
Schaalsee, Schleswig-Holstein/Meck-Pomm: Baden zwischen Biosphärenreservat und Vogelstimmen
Der Schaalsee zählt zu den naturbelassensten Seen Norddeutschlands. An seinen Ufern wechseln sich Schilfgürtel, Wiesen und kleine Wälder ab. Besonders schön ist das Strandbad in Zarrentin, wo ihr direkt aus dem Grünen ins Wasser lauft. Hier gibt auch es sanitäre Einrichtungen, einen Spielplatz und ein kleines Imbissrestaurant. Wenn ihr es ruhiger mögt, begebt euch zu den Badestellen Techin, Lassahn und Groß Thurow.
Was den Schaalsee ausmacht, ist seine Ruhe. Statt Strandpromenade gibt es hier Naturerlebnisse, Vogelbeobachtungen und weite Ausblicke über das Wasser. Kleine Cafés und regionale Hofläden in den umliegenden Dörfern sorgen für die passende Verpflegung.
Halterner Stausee, Nordrhein-Westfalen: Sandstrand mitten im Münsterland
Wenn ihr im Westen Deutschlands nach einer unkomplizierten Naturbadestelle sucht, werdet ihr am Halterner Stausee fündig. Das Seebad bietet euch einen langen Sandstrand und viel Platz zum Schwimmen, Spielen und Entspannen. Trotz seiner guten Infrastruktur bleibt das Gefühl erhalten, mitten in einer natürlichen Seenlandschaft zu sein.
Besonders schön: Ein Badetag lässt sich wunderbar mit einem Spaziergang durch die nahegelegene Westruper Heide verbinden. Die rund 90 Hektar große Heidelandschaft zählt zu den schönsten Naturgebieten Westfalens. Vor Ort gibt es Gastronomie, Strandkörbe, Spielplätze und verschiedene Wassersportmöglichkeiten.
Schmaler Luzin, Mecklenburg-Vorpommern: Baden im Land der tausend Seen
Die Feldberger Seenlandschaft gehört zu den stillen Naturparadiesen Deutschlands. Besonders der Schmale Luzin beeindruckt mit seinem fjordartigen Charakter: langgezogen, von bewaldeten Hängen eingerahmt und oft erstaunlich ruhig.
An mehreren kleinen Naturbadestellen gelangt ihr direkt ins klare Wasser. Wenn ihr wollt, könnt ihr euch ein Kajak ausleihen und die versteckten Buchten des Sees erkunden. Die Region ist ideal für euch, wenn ihr Baden mit Wandern, Paddeln und Naturbeobachtung verbinden möchtet.
Eibsee, Bayern: türkisfarbenes Wasser am Fuß der Zugspitze
Kaum ein See in Deutschland wirkt so alpin wie der Eibsee. Direkt unterhalb der Zugspitze gelegen, erinnert das bis zu 32,5 Meter tiefe und türkisblaue Wasser an einen Bergsee in Kanada oder Südtirol. Manche sagen sogar, er sei der schönste See Deutschlands.
Zum Baden gibt es zahlreiche kleine Buchten. Wer früh morgens oder unter der Woche kommt, erlebt den See besonders entspannt. Vor Ort gibt es Bootsverleih, Gastronomie und einen 7,5 Kilometer langen Rundweg mit spektakulären Ausblicken auf die Alpen.
Isarauen bei München, Bayern: Stadtflucht am Fluss
Bei einer Liste zu Deutschlands Naturbadeplätzen darf natürlich auch die Isar nicht fehlen. Denn sie zeigt, dass Naturbaden auch mitten in einer Großstadt funktionieren kann. Seit der Renaturierung der Isarauen finden sich entlang des Flusses zahlreiche Kiesstrände und ruhige Uferbereiche, an denen die Münchner:innen seit Jahren ihre Sommertage verbringen.
Besonders zwischen Flaucher und Großhesseloher Brücke entsteht fast mediterranes Flair: Menschen sitzen auf den Kiesbänken, grillen, lesen oder springen direkt ins klare Flusswasser. Trotz der Stadtnähe fühlt sich vieles überraschend naturnah an. Wichtig ist allerdings, die Strömung zu beachten: Die Isar bleibt ein Fluss und kann je nach Wasserstand anspruchsvoll sein.
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© Fotos: Pexels / maksgelatin, unsplash / Royce Fonseca, Sebastian Scheuer, Wolfgang Weiser, Jonas Allert, Khyati Trehan
Nadine Pinezits
Nadine ist freiberufliche Redakteurin und Texterin. Sie lebt in Österreich und pendelt zwischen Salzburg und Wien. Sie ist somit entweder in den Bergen oder im Großstadtdschungel unterwegs, versucht aber gleichzeitig, so viel Zeit wie möglich in ihrem Herzensland Portugal zu verbringen.



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